Du im Voraus verlorne Geliebte, Nimmergekommene, nicht weiss ich, welche Töne dir lieb sind. Nicht mehr versuch ich, dich, wenn das Kommende wogt, zu erkennen. Alle die grossen Bilder in mir, im Fernen erfahrene Landschaft, Städte und Türme und Brücken und un- vermutete Wendung der Wege und das Gewaltige jener von Göttern einst durchwachsenen Länder: steigt zur Bedeutung in mir deiner, Entgehende, an. Ach, die Gärten bist du, ach, ich sah sie mit solcher Hoffnung. Ein offenes Fenster im Landhaus--, und du tratest beinahe mir nachdenklich heran. Gassen fand ich,-- du warst sie gerade gegangen, und die Spiegel manchmal der Läden der Händler waren noch schwindlich von dir und gaben erschrocken mein zu plötzlich Bild.—Wer weiss, ob derselbe Vogel nicht hinklang durch uns gestern, einzeln, im Abend? -R.M. Rilke |